Frauenkletterwochenende auf der Meglisalp

TourenleiterIn
Thabea Frei
Zus. TourenleiterInnen
Anke Jutzet
Datum
14.9.2019-15.9.2019 [Sa-So]
Anmeldung ab
20.5.2019
Anmeldeschluss
31.8.2019
Tourencode
K/BC/4a - 6a+
Tourengruppe
Sektion
Tourenstatus
Durchgeführt
Tourenwoche
BergführerIn

Tourendetails

Wir fahren am Samstagmorgen mit dem Zug um 6.05 Uhr ab Weinfelden nach Wasserauen. Gemeinsam laufen wir hinauf zur Meglisalp, wo wir unser Gepäck in der Unterkunft abladen und uns bei einem Kaffee stärken, bevor es zum Kletterfelsen weitergeht.
Am ersten Tag klettern wir in einem Klettergarten, verbessern/lernen unsere Sicherungstechnik und das Einhängen der Expressen im Vorstieg und üben das Abseilen.
Im Berggasthaus Meglisalp lassen wir uns mit einem 3-Gang Menü verwöhnen und verbringen die Nacht im Matratzenlager
Am zweiten Tag klettern wir kurze Mehrseilllängen und begeben uns am Nachmittag wieder auf den Heimweg.

Treffpunkt
Bahnhof Weinfelden
Zeit
05:55 Uhr
Transportmittel
ÖV
Reisekosten
48 Fr. bzw. 24 Fr. mit 1/2
Rückreise (geplant)
19-20 Uhr
Ausrüstung

Rucksack
Klettergurt
Kletterhelm
Kletterfinken
Sicherungsgerät
Abseilgerät
Abseilschlinge
Prusikschlinge
3 Schraubkarabiner

Hüttenschlafsack
Hygieneartikel
Kletterkleidung
Sonnenschutz
Regenschutz

Verpflegung
Lunch und Trinken für beide Tage mitnehmen
Unterkunft
Übernachten im Matratzenlager
Unterkunftskosten
100 Fr. für HP inkl. 3-Gang-Menü und weitere Unkosten
Sonstige Kosten
Geld für Abendessen und Getränke mitnehmen

Tourenbericht Frauenkletterwochenende 2019

Eingefügt durch: Thabea Frei am 13.10.2019 11:30:04, letzte Änderung 13.10.2019 11:30:04

Frauenkletterwochenende 2019

Sechs Uhr morgens am Bahnhof Weinfelden beginnt das sagenumwobene Frauenkletterwochenende. So früh und doch sehr motiviert machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Wasserauen. Langsam entkam die Appenzellerbahn dem Unterlandnebel und wir trafen in Wasserauen auf die restlichen Kletternovizinnen. Wir begaben uns an den zweistündigen Aufstieg zur Meglisalp. Der Aufstieg gestaltete sich einfacher als vermutet. Der Seealpsee lag friedlich unter dem schönen Höhenweg. Vor uns erhellte sich der Säntis, Mesmer und Schäfler durch die Morgensonne. Nach einer kurzen Stärkung auf der sonnigen Terrasse der Meglisalp wanderten wir zur nahegelegenen Kletterwand. Jeder konnte seine Kletterkünste im griffigen Kalk erproben. Thabea erteilte gezielten Technikunterricht. Die grossen Kalkauswaschungen haben Fenster gebildet, die perfekten Halt bieten. In einem dieser Höhlen ertönte Fauchen und Klopfen. Nach kurzem Schreck und grossem Gelächter entschieden wir, dass es sich dabei nicht um einen Drachen handelte.
Gegen Abend begaben wir uns an eine überhängende Abseilstelle. Der Nebel holte uns ein und plötzlich konnte man die Tiefe der Abseilstelle nur noch erahnen. Alle Frauen bezwangen ihre Ängste und stürzten sich über die Klippe, natürlich angeseilt. Ein paar kamen sogar auf den Geschmack und pendelten über dem Abgrund. Was mit Beifall und Zujubeln quittiert wurde.
Unser Mut wurde mit einem grandiosem vier Gänge Menu auf der Meglisalp belohnt. Vor dem Dessert übten wir mit Stirnlampe das Mehrseillängenklettern am Treppengeländer zum Massenschlaflager. Der Blick vom Abendrot über dem Hundstein versüsste den Theorieblock.
Am Sonntag waren wir schon früh am Kletterfels um die Mehrseillängen ohne Nebenbuhler vorzufinden. In Zweierseilschaften konnte jede Gruppe eine andere, ihrem Klettergrad entsprechende Drei- bis Vierseillänge klettern. Gewisse Passagen stellten sich anspruchsvoller heraus, Höhenängste mussten bezwungen, und sogar einen provisorischen Stand unter Anleitung errichtet werden. Am Ende sind alle acht Frauen mit strahlenden Gesichtern oben angekommen. Am Nachmittag war nochmals Einseillängenklettern angesagt. Es stellte sich heraus, dass Yoyo-Klettern super Spass macht.
Danach machten wir uns an den Abstieg nach Wasserauen. Knapp haben wir den früheren Zug verpasst. Wir trösteten uns mit hausgemachtem Glace. So endete das unvergesslich schöne Frauenkletterwochenende unter dem sonnengeschützen Blätterdach in gemütlicher Runde.
Jessica Roberts

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