Bericht zur Tour
Autor
Matthias Füchslin
Erstellt am
01.08.2025 12:26
Letzte Änderung
01.08.2025 12:32
Tourenbericht

Teilnehmende:
Bergführer Michael Illien, Tourenleiter Aldo Abt, sowie Thomas Rusch, Peter Brühlmann, Thomas Stoll, Guido Häberlin, Katharina Trachsler und Matthias Füchslin.

Nach der Anreise mit dem Auto am 9. Juli nach Sulden fuhren wir mit der Langenstein-Sesselbahn bis zur Bergstation (ca. 2.330 m). Von dort wanderten wir in rund zwei Stunden zur Payerhütte (3.029 m), wo wir übernachteten. Frischer Neuschnee von Anfang Woche reichte bis etwas unterhalb an die Hütte. Am Abend besprachen wir gemeinsam den Tourenverlauf bei bester Stimmung. Das Essen war super, es gab 3 Gänge wobei man jeweils immer die Wahl zwischen zwei Menüs hatte.

Am Donnerstagmorgen um 5.00 Uhr brachen wir zu Beginn mit der Taschenlampe auf. Schon nach wenigen Minuten konnten wir die Stirnlampen wieder verstauen, und bald durften wir einen wunderschönen Sonnenaufgang bei bester Aussicht erleben.

Die Besteigung erfolgte auf dem klassischen Normalweg über den Tabarettagrat der technisch wie konditionell einiges abverlangte. Aufgrund der Schneeverhältnisse war der Einsatz von Steigeisen ab Hütte notwendig; selbst über die felsigen Abschnitte, die wegen des frischen Schnees anspruchsvoll zu begehen waren. Auf dem Gletscher hingegen erwies sich der Neuschnee als Vorteil: Die steilen Abschnitte boten guten Halt und ermöglichten einen angenehmen Aufstieg. Der Neuschnee verlieh der Landschaft eine wunderschöne, idyllische schneeweisse Stimmung.

Um 9.30 Uhr erreichten wir den Gipfel des Ortlers. Die Aussicht war grandios, von den Ötztaler Alpen über das Stilfser Joch bis in die Dolomiten. Der Ortler gilt als markanter Aussichtspunkt, entsprechend weit reichte unser Ausblick.
Leider war es oben eher windig und kalt, sodass wir nur eine kurze Pause einlegten, um uns etwas zu erholen, einen Snack zu nehmen und den Moment zu geniessen.

Der Abstieg erfolgte über dieselbe Route. Über die Felspassagen war der Schnee bereits aufgetaut und wir konnten dort die Steigeisen ausziehen. Nach einem souveränen Abstieg um ca. 13.00 Uhr erreichten wir wieder die Payerhütte. Anschliessend stiegen wir weiter zur Bergstation ab und fuhren mit der Bahn zurück nach Sulden, wo wir unsere Autos parkiert hatten.

Trotz der wetterbedingten Verschiebung der Tour von Montag auf Donnerstag konnten alle Teilnehmer mitkommen. Allerdings konnten wir keine zweite Nacht in der Payerhütte verbringen und mussten nach einem kurzen Mittagessen gleich ganz absteigen. So waren wir an diesem Tag von Morgens um fünf bis abends um fünf mit lediglich einigen kurzen Esspausen sehr lange unterwegs. Für die Anstrengungen wurden wir mit bestem Wetter super Aussicht und guter Kameradschaft belohnt.

Matthias Füchslin
Autor/Teilnehmer