Bericht zur Tour
Autor
Ruedi Hutter
Erstellt am
18.11.2019 21:46
Letzte Änderung
26.11.2019 21:42
Tourenbericht

Wie in der Ankündigung angetönt, haben wir eine andere Möglichkeit für den Aufstieg auf den Säntis gewählt. Wir sind über die Nasenlöcherroute auf die Hochniederi gestiegen und dann weiter auf den Säntis. Wobei wir eine wunderbare Eishöhle besuchten und noch einen Blick in den Eingang des Konzertsaalhöhlensystem geworfen haben. Die Chammhaldentour wurde durch ein Sologänger gemacht.
Wir sind zu dritt um 7:30 bei frischen -7° von der Schwägalp losgelaufen. Teilweise waren die blauweissen Wegmarkierungen zu sehen, jedoch der Wanderweg konnte nur erahnt werden. Lagen auf der Schwägalp ca. 10 cm Schnee waren es auf dem Säntis gegen 50 cm. Wir kamen zügig vorwärts zu den Nasenlöchern. Nachdem wir in diesen gepopelt haben kamen wir zur Stelle mit den Drahtseilen. Die kurze, steile Stelle ging gut zu überklettern. Eigentlich war es vorgesehen das Konzertsaalhöhlensystem zu besuchen, wir befürchteten jedoch, dass der Zugang nicht frei sein könnte. So beschlossen wir die Eishöhle auf der Höchniederi zu befahren. Unter dem Motto: Was man hat, hat man. Wir hatten Glück und der Eingang war frei. Mit einer 30 Meter Abseilaktion kamen wir ins Reich der Eiszapfen und des Wassereises. Den hinteren Teil konnten wir leider nicht besuchen, da zu viel Eis den Weg versperrte. Faszinierend wie glasklar das Eis war und ebenso glashart. Eine Begehung ohne Steigeisen ist nicht zu empfehlen! Nach einem kurzen Aufstieg mit den Seilklemmen waren wir wieder an der kalten Luft am Eingang.
Auf der Höchniederi haben wir am Eingang zur Höhle, Konzertsaalsystem, einen Abseilstand gebaut und Calina hat sich in den Schlund abgeseilt. Der Durchschlupf sei ziemlich eng und nicht sicher wie weit, wie tief es gangbar wäre. So beschlossen wir die Übung abzubrechen, da noch ein Stück Weg zum Spuren vor uns lag.
Das Ziel, der Säntis war in Sicht. Auf der Südseite war der Schnee schwer und es bildete sich trotz Antistoll schöne Knollen an den Steigeisen. Wir wechselten uns ab beim Knietiefen Spuren. Im Schatten war es ganz schön frisch (kalt). Über den Girenspitz ging es weiter zur Himmelsleiter. An der Himmelsleiter braucht es keinen Pulsmesser um zu merken, dass auf kurzer Strecke einiges an Höhe gemacht wird. Kurz durch den Stollen und aussenherum über die Treppe zum Gipfel. Fantastisch der Rundblick über die Bergwelt und den Blick zurück auf unsere Spur im Schnee. Kurz den gefrorenen Schnee abgeklopft und hinein, in das heuer umgebaute Restaurant zu Pommes und Bi.., etwas zu trinken.
Der Abstieg per Bahn (1/2Tax) für 19.- Franken ist kurz und Knieschonend. Die Heimfahrt war gemütlich und staufrei durchs Toggenburg.
Cool gsi heute