Tag 1: Um 6.30 Uhr trafen wir uns mit Jessica am Bahnhof Weinfelden, das Material wurde verteilt, die Eltern verabschiedet und schon konnte es losgehen. Zuerst sind wir mit dem Bus und mit dem Zug bis nach Wildhaus gefahren. Von dort aus haben wir mit unseren vollgepackten Rucksäcken und dem Seil über den Schultern den Zustieg zur Zwinglipasshütte angetreten. Die reine Wanderzeit betrug ca. 3h 30min. Da es aber plötzlich zu regnen begann, mussten wir 1 Stunde bei einer Alp unterstehen. Danach konnten wir weiterwandern und es wurde noch einmal sehr steil und anstrengend. Da die Kräfte nachliessen, machten wir unterwegs Mittagspause, um uns zu stärken. Als wir bei der Zwinglipasshütte ankamen, hatten wir nur kurz Zeit uns zu entspannen und gingen dann gerade weiter zum Kletterfelsen. Dieser war glücklicherweise sehr nah bei der Hütte, sodass wir ihn nach wenigen Minuten erreichten. Nach einer kurzen Einführung konnten wir auch schon losklettern. Da der Fels sehr rau, griffig und ziemlich flach war, waren die ersten Routen sehr einfach (3a-4a). Als wir die ersten paar Routen geklettert hatten, konnten wir noch an einen anderen Abschnitt der Felswand. Dort waren die Routen etwas schwieriger (bis 5b), aber sehr cool. Als es Abend wurde, kehrten wir zur Hütte zurück. Zum Abendessen gab es eine Suppe, Nudeln mit Fleisch oder vegetarischer Sauce und zum Dessert noch eine Zitronencreme. Das war sehr lecker! Nach dem Abendessen spielten wir oder genossen draussen die schöne Aussicht. Nach und nach gingen wir ins Bett und schliefen erschöpft ein :)
2. Tag
Der zweite Tag unseres Mädchenkletterwochenendes startete früh mit einem gemeinsamen Frühstück in der Hütte. Trotz der Müdigkeit vom Vortag war die Stimmung gut alle freuten sich auf den bevorstehenden Klettertag.
Nach dem Essen machten wir uns bereits zum zweiten Mal auf den Weg zum Kletterfelsen. Viele kannten die Routen nun schon besser und fühlten sich sicherer. Dieses Mal wagten wir uns auch ans Mehrseillängen-Klettern, für viele war das eine ganz neue Erfahrung. Trotz anfänglicher Aufregung meisterten alle diese Herausforderung mit Bravour und konnten viele neue Eindrücke und Techniken sammeln. Mit viel Teamgeist, gegenseitiger Unterstützung und einigen mutigen Versuchen an schwierigeren Stellen verbrachten wir einen erfolgreichen Vormittag am Felsen.
Gegen Mittag kehrten wir zur Hütte zurück, um zu essen und uns ein wenig auszuruhen. Danach stand schon der gemeinsame Abstieg ins Tal auf dem Programm. Leider kam es dabei zu einem Zwischenfall: Eine Teilnehmerin stürzte und viel auf ihr Knie.
Da schnell klar wurde, dass sie die Wanderung ins Tal nicht mehr selbstständig fortsetzen konnte, entschied sich das Team dazu, die Rega zu rufen. Die Wunde musste später genäht werden, aber inzwischen geht es der Teilnehmerin zum Glück schon wieder gut.
Durch den Vorfall verzögerte sich unser Zeitplan ein wenig, sodass wir einen späteren Bus nehmen mussten als ursprünglich geplant. Nach einer etwas längeren, aber fröhlichen Rückfahrt kamen schließlich alle glücklich zu Hause an. Trotz des Zwischenfalls wurde es ein unvergesslicher Tag, der den Teamzusammenhalt auf besondere Weise gestärkt hat.

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